Warum eigentlich Violett... Frauen an die Macht?!
| Newsroom - FrauenWerbung |
Oft werde ich gefragt, warum meine Hausfarbe, also die Farbe in der ich nach außen auftrete, Violett ist. Ob es denn meine Lieblingsfarbe sei.
Und ich muss immer wieder verneinen. Meine persönliche Lieblingsfarbe ist rot. Ein tiefes, kräftiges rot.
Warum aber habe ich mich dann in meiner Außendarstellung für Violett entschieden?
Nun, dazu hole ich ein wenig aus und erzähle Ihnen Etwas über diese Farbe.
Violett ist, da ich erzähle ich Ihnen sicherlich nichts Neues, eine Mischfarbe. Eben aus Rot und Blau. Außerdem ist sie eigentlich nicht besonders beliebt. 12% der Männer und 10% der Frauen geben an, dass sie Violett von allen Farben am wenigsten mögen*. Und nur 1% bzw. 5% bezeichnen sie als Lieblingsfarbe.
Außerdem liegt sie sprachlich sehr nah an dem Wörtchen Gewalt, denn: Viola, das lateinische Wort für Veilchen (welches auch heute noch dieser Farbe den Namen gibt), ist nun mal sehr verwandt mit „Violentia – Gewalt“.
Den Ursprung dieser Verwandtschaft findet man in der Geschichte und der Herstellung des antiken Purpurs. Denn, aufwändig aus Schnecken gewonnen, war der violette Purpur Kaisern und später auch Bischöfen vorbehalten und diese waren, wie der geschichtlich versierte Mensch weiß, meist nicht durch besondere Freundlichkeit bekannt.
Dabei herrschten, nach Auffassung der Kirche, Könige durch Gewalt und Bischöfe durch Demut. Und auch heute noch ist bei den Christen die Farbe Violett die Farbe der Fastenzeit, der Besinnung und des Glaubens.
Dazu im krassen Gegensatz steht allerdings die weltlich empfundene Wirkung des Violetts. In Umfragen gilt Violett vor allem als eine außergewöhnliche, originelle und unkonventionelle Farbe mit der man auffallen möchte. Sie symbolisiert die Kreativität, Empfindsamkeit, Intuition und das Besondere. Sie ist eng verbunden mit Magie und Phantasie und, wenn sie mit Gold kombiniert wird, ist sie etwas sehr Genussvolles.
Und wussten Sie, dass man sie als besonders diplomatisch und verführerisch wahrnimmt? Deswegen und durch die Mischung des männlichen Blaus und des weiblichen Rots ist sie auch die Farbe des Feminismus der siebziger Jahre geworden und gilt noch heute als Symbolfarbe des Weiblichen, der Sensibilität und des Charmes... typisch weiblicher Eigenschaften eben.
Nach all diesen Assoziationen lag natürlich der Schluss nah, mich für diese Farbe zu entscheiden.
Denn auch wenn ich eine friedliche Atheistin bin, so gestalte ich meine Projekte mit einer gewissen Demut dem Kunden gegenüber, höre genau zu, gehe auf seine Bedürfnisse ein und lasse möglichst außergewöhnliche und originelle Ideen durch meine Kreativität entstehen. Damit schaffe ich durch meine Phantasie und meinem guten Einfühlungsvermögen ein großes Maß an Genuss und Verführung (auch zielgruppenorientierte Werbung genannt), mit dem gewissen Charme. Und dass ich weiblich bin, versucht sicherlich Niemand in Abrede zu stellen.
Und schon wissen Sie, warum Violett für mich etwas ganz Besonderes und meine Hausfarbe ist.
Mit kreisrunden Grüßen
Friederike


