Achtung, Presseportale sind nicht mehr, was sie waren!
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Da hat es sie schwer getroffen: OpenPR, LifePR und einige andere Presseportale die bisher für Unternehmen einer der einfachsten Wege waren an eine gute Platzierung bei Google zu kommen, haben jetzt blaue Briefe bekommen. Und zwar – genau – von Google höchstpersönlich.
Google schreibt darin „mangelnde Nachrichtenqualität“ sei der Grund, dass einige Presseportale seit Mitte August bei der Newssuche von Google bis auf weiteres nicht mehr gelistet werden. So würden, theoretisch, jetzt nur noch Presseportale in die GoogleNewssuche einbezogen, hinter denen erkennbar eine Redaktion stünde und bei denen Unternehmen nicht eigenständig Pressemitteilungen schalten könnten. (Das funktioniert offenkundig nicht bei allen Portalen wirklich gut, weswegen eine raus sind bei denen gefiltert wird und einige noch drin sind, die ganz offensichtlich nicht filtern)
Natürlich bezieht fast keines der betroffenen Portale offen zu den Aussagen von Google Stellung. So sagt die Geschäftsführerin von OpenPR nur knapp gegenüber dem Kontakter: „Wir prüfen intern, inwiedern OpenPR davon betroffen ist“. Klar ist aber, dass einige der bekannten Presseportale in der GoogleNewsSuche plötzlich faktisch nicht mehr vertreten sind.
Schade ist das vor allem natürlich für die Betreiber, weil durch einen Ausschluss bei Google auf kurz oder lang Verluste mit sich bringen wird. Helfen kann ihnen nur eine Verbesserung der Qualität, wie dies zum Beispiel gerade von LifePR versucht wird, die meines Wissens bisher auch die Einzigen sind die dazu stehen „rausgeworfen“ zu seien.
Es ist aber auch ärgerlich für kleine PR-Agenturen und vor allem für Unternehmen. Denn die sind darauf angewiesen, dass Produktneuerungen, Informationen über das Unternehmen, Stellungnahmen zu aktuellen Entwicklungen und aktuelle Verwicklungen im Internet breit gestreut werden können. Wenn man nun aber – wie heute bei manchen Agenturen durchaus üblich – in seinem Presseverteiler bisher vor allem auf offene Presseportale gesetzt hat, bekommt man ein Problem.
Ein Umdenken in den Unternehmen und bei PR-Agenturen ist erforderlich. Und das wahrscheinlich nicht nur, bis die betroffenen Presseportale wieder in die GoogleSuche einbezogen werden. Achten Sie darauf, mit wem Sie was schreiben, wie gut es geschrieben ist und eben jetzt auch besonders, wie es verteilt wird.
Denn Sie wissen ja nun: Presseportale sind nicht mehr das, was sie mal waren.
Mit kreisrunden nächtlichen Grüßen
Friederike


